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Freitag, Februar 19, 2010

MacBook: (Erste) Eindruecke


Nachdem ich nun schon etwas ueber ein Wochenende mit meinem neuen MacBook zubringen durfte sind hier nun die ersten Eindruecke.

Die Verpackung gibt einem schon beim Auspacken das Gefuehl, etwas ganz Besonderes in den Haenden zu halten. Es gibt keine Fummelei mit buendig abschließenden Verpackungsteilen, denn an den wichtigen Stellen sind ueberall Laschen angebracht und kein Millimeter der Verpackung ist ungenutzt. So ist man auch davor bewahrt, nach dem Auspacken vor einem riesigen Berg unnoetigen Verpackungsmaterials zu sitzen, bei dem man sich fragt ob man ihn jetzt wieder in den Karton zurueck stopfen oder sofort entsorgen soll.

Das MacBook selbst befindet sich in einer sehr weichen Kunststoffhuelle, die ihn vor Kratzern bewahrt. Die Huelle ist sogar stabil genug um in den ersten Tagen nach dem Kauf als Transportschutz zu dienen bis man sich ein entsprechendes Case zugelegt hat, so mache ich es bisher auch.

Das mitgelieferte Zubehoer, dass sich gluecklicherweise auch auf das sinnvolle und notwendige beschraenkt anstatt den 27ten Modemadapter zu liefern, von dem man noch nie einen benutzt hat, beinhaltet den AC-Adapter, die CDs um den Rechner wieder herzustellen (Ja, ihr Windows-Fanatiker, da ist Software auf CD dabei, man muss kein Backup ziehen um sich seine Windows-Lizens zu sichern) sowie ein Handbuch mit den wichtigsten Informationen in aller Kuerze.

Der AC-Adapter begeistert mich sehr, denn er kommt standardmaeßig mit einem Kabel UND einem direkten Anschluss. Endlich ist das 4-Meter Kabel geschleppe obwohl der Anschluss doch direkt am Schreibtisch ist, vorbei! Außerdem ist zusaetzlich direkt am Netzteil eine Vorrichtung zum Aufwickeln von ueberschuessigem Kabel. So laesst sich auch unterwegs optimal Ordnung halten. Beim ersten Anschließen des MagSafe Steckers an das MacBook stieg meine Begeisterung sogar noch mehr: Mit einem satten "Plopp" springt der Stecker fast von selbst in den Anschluss und ein kleines Licht am Stecker (nicht am Netzteil unter dem Schreibtisch) gibt sofort Auskunft über den Status. Orange - es wird geladen, Gruen - Netzbetrieb, Akku ist vollstaendig aufgeladen. Power Adapter Fazit: Genial durchdacht und nicht bloß "die Stromversorgung".

Die beiden CDs enthalten zum Einen das Betriebssystem OS X in der Version 10.6.1 (Update auf 10.6.2 findet beim ersten Start statt) und zum Anderen die Zusatzanwendungen wie iPhoto, iMovie etc.

Das Handbuch ist mit 87 Seiten extrem ueberschaubar und enthaelt in meinem Fall auch nur die deutsche Sprache, was mir auf jeden Fall lieber ist als noch ein 500 Seitiges Werk mit 30 Sprachen, die ich nicht brauche. Interessant ist auch, dass Kapitel 3 "Erweitern Ihres MacBook" es fertig bringt auf 15 Seiten eine detaillierte Anweisung zur (De-) Montage des MacBook und dem Austausch von Festplatte sowie der RAM-Bausteine inkl. deren Diagnose zu liefern. Bei meinem letzten Notebook musste ich diese Anweisung erstens von der Seite des Herstellers herunter laden und zweites 20 PDF-Seiten durchlesen (wofuer ich einen zweiten Rechner brauchte - hat ja auch nicht jeder) um meine Luefter reinigen zu koennen. Hier ist die Information auf Papier und zu den Lueftern sind es nur acht, nicht 28 Schrauben.

Das Gehaeuse und dessen Verarbeitung macht rundum einen der besten Eindruecke, die ich je von einem Notebook gewonnen habe. Das Unibody Gehaeuse weist kaum Montagerillen auf und ist nahezu ohne abmontierbare Teile konstruiert so dass sich nicht nach kuerzester Zeit an allen Ecken Kunststoffquietschen und -knarren hoerbar macht. Hier bewegt sich nichts. Die einzig sichtbaren Schrauben sind die acht an der Unterseite, die uebrigens mit einer Anti-Rutsch-Oberflaeche ausgestattet ist, die es auch sehr angenehm macht, das Notebook auf eine nicht so gerade Flaeche zu stellen. Außerdem kommt die Unterseite so ohne kippelige Fuesschen aus, von denen am besten einer noch auf dem Akku ist, so dass das Notebook ohne Akku sowieso kippelt (so geschehen bei meinem DELL). Das Super-Drive gibt zwar beim Einschalten ein merkwuerdiges Gerauesch von sich, dafuer hoert man danach im Standard-Surf-Und-Office-Betrieb nichts mehr vom ganzen Rechner.

Einen Computer direkt nach dem Auspacken einzuschalten und wenige Sekunden spaeter bereits ohne Umwege im fertig hochgefahrenen Betriebssystem zu sein ist ein echt tolles Gefuehl. Zum Handling kann ich tatsaechlich nur sagen, dass meine bisherigen (sehr eingeschraenkten) Erfahrungen mit OS X nur bestaetigt wurden. Alles ist eigentlich da, wo man es erwarten wuerde und die meisten Umgewoehnungsprozesse von Windows auf das Apple OS sind eigentlich schnell ueberwunden.

Die Tastatur ist der Hammer: Ein so praezises und direktes Feedback habe ich selten bis noch nie erlebt. Wenn man bedenkt, dass die Tastatur der Pro-Serie noch ein wenig besser sein soll, kann ich es gar nicht erwarten irgendwann darauf umzusteigen! Sehr gut finde ich, dass viele der vom PC bekannten Funktionstasten wegfallen und auf sinnvolle Tastenkombinationen verlegt sind. So gibt es z.B. weder "Ende" noch "Pos1" Tasten, dieselbe Funktionalitaet erhaelt man dafuer, wenn man cmd+Pfeiltaste drueckt. Das ermoeglicht normalgroße Tasten inkl. voller Funktionalität und zusaetzlich noch den Platz fuer eine "Eject" Taste, was wieder ein bewegliches Teil am Rand des Notebooks spart. Auch Zusatzfunktionstasten wie Lautstaerke und Helligkeit vom Bildschirm sind in die Tastatur, genauer gesagt in die Funktionstasten (F1 bis F12) integriert. Der Clou fuer mich hier: Man kann einstellen, ob man auf die F1-F12 Tasten oder auf die Zusatzfunktionen per Fn-Taste zugreifen will. Zu Beginn sind die Zusatzfunktionen eingeschaltet und nicht die F-Tasten, was fuer mich super ist, da die F-Tasten von mir nur sporadisch verwendet werden, Dashboard oder Exposé jedoch staendig.

Jetzt zu meinem persoenlichen Highlight des ganzen: Das Multitouch Trackpad. Die Umbenennung in "Trackpad" um sich von herkoemmlichen Touchpads abzugrenzen ist sehr sinnvoll, denn mit einem Touchpad hat dieses ..pad nichts mehr gemeinsam. Ich habe bisher bei all meinen Notebooks als eine der ersten Aktionen das Touchpad abgeschaltet, da es fuer mich kaum benutzbar war und am ehesten noch gestoert hat wenn ich meine Hand beim Tippen aus Versehen drauf gelegt habe. Die Multitouch-Gesten nehmen einem beim Surfen und sogar beim Arbeiten mit Texten u.ae. die meisten Bewegungen der Maus selbst ab. So kann man mit einer Bewegung im Browser vor- und zurueck gehen, Bilder drehen, Zoomen, Fenster wechseln, eine Uebersicht aller Fenster erhalten, in alle Richtungen Scrollen, Fenster verschieben und zur Arbeitsoberflaeche zurueck kehren. Zusaetzlich kann eingestellt werden, ob das Trackpad als großer Knopf fungieren (man drueckt das ganze Pad herunter) oder auf Tippen reagieren soll.

Einziger Wehrmutstropfen fuer mich ist der fehlende Kartenleser. Doch damit kann ich aufgrund der Tatsache, dass alles andere sonst besser ist, leben.

So. Wer bist hierhin gekommen ist dem spreche ich nicht nur meinen Dank fuers Lesen sondern auch meine Anerkennung fuers Durchhaltevermoegen aus. Ist ja doch ziemlich lang geworden.

Ich hoffe euch hat dieser Einblick in meine ersten Eindruecke des MacBooks gefallen! Bilder vom MacBook-Unboxing gibt es hier.

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