Der Tag X
Wir schreiben den Donnerstag der 39. Woche des Jahres 2008 nach unserer Zeitrechnung. Heute endet ein weiterer Abschnitt in meinem Leben. Heute ist mein letzter Dienst-Tag bei der Bundeswehr. Heute sind es nur noch fünf Tage bis ich endgültig frei bin.
Am Montag haben wir bereits unsere Ausrüstung abgegeben und seit dem haben alle, die mit mir ausscheiden eigentlich nur noch den Auftrag ihre Laufzettel fertig zu machen und sich von der gesamten Belegschaft hier im Regiment zu verabschieden.
Am Montag haben wir bereits unsere Ausrüstung abgegeben und seit dem haben alle, die mit mir ausscheiden eigentlich nur noch den Auftrag ihre Laufzettel fertig zu machen und sich von der gesamten Belegschaft hier im Regiment zu verabschieden.
Jetzt, ein paar Stunden bevor alles vorbei ist, bleibt mir nur noch, meine Stube ordentlich zu machen und auszuräumen sowie alle meine Sachen aus dem Büro in mein Auto zu laden. Dann wird hoffentlich noch genug Zeit bleiben mich vom ganzen Regiment zu verabschieden und rechtzeitig nach dem Abschlussantreten nach Hause zu fahren.
Und dann ist wieder ein Abschnitt meines Lebens beendet. In solchen Momenten überlege ich immer, was mir die vergangene Zeit gebracht hat, was ich erreicht habe und erreichen wollte und ob das ganze den Sinn und Zweck erfüllt hat, für den es gedacht war.
Was diesen Abschnitt, meine vier Jahre bei der Bundeswehr, angeht so muss ich ehrlich zugeben, dass ich zwar nicht alles erreicht habe was ich mir für die Dienstzeit vorgenommen hatte aber der Sinn und Zweck an sich erfüllt ist. Ich habe genug Geld für ein einigermaßen entspanntes Studium angespart (entspannt was die finanzielle Situation anbelangt) und bin zwischen meiner Dienstzeit und dem Studium nicht einen Tag arbeitslos.
Alle Ausflüge, die ich in der Zwischenzeit unternommen habe (z.B. die Offiziers- bzw. Feldwebelweiterverpflichtung), verzeihe ich mir mittlerweile. Die hauptsächliche Motivation für diese Aktionen lagen in der Angst um die Zukunft und die "schlechte" Situation auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem spielte auch das mangelnde Vertrauen in meine eingerosteten schulischen Fähigkeiten eine große Rolle. Doch meine Bewerbung und der damit verbundene Erfolg bei IBM hat mein Schicksal letztendlich ja doch wieder in ordentliche Bahnen gelenkt.
Man kann es tatsächlich fast als schicksalhafte Bestimmung ansehen, dass ich letztendlich zu dieser Stelle bei meinem zukünftigen Arbeitgeber gekommen bin. Immerhin habe ich bei allen o.g. Ausflügen in den unterschiedlichsten Richtungen immer gesagt: "Wenn es nicht sein soll, ist es halt so.". Selbst Angebote meiner Vorgesetzten und Bekannten, Vitamin B einzusetzen habe ich aus diesem Grunde ausgeschlagen. Das einzige, was letztendlich in dieser Richtung auf Anhieb funktioniert hat war IBM. Auch das gibt mir zusätzlich Vertrauen in die ganze Angelegenheit.
Aus diesem Grunde freue ich mich jetzt auf meinen letzten Dienstschluss und der damit verbundene Schritt ins neue Studentenleben.
Vor uns liegt ein genialer Winter - machen wir das Beste draus!
In diesem Sinne,
- X
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