xcuze, me !?

Donnerstag, Juni 12, 2008

Warum blaue Haare?

Seit Anfang dieser Woche habe ich im Zuge einer recht spontanen Entscheidung mit Hilfe einer sehr lieben Kameradin meine Haare in einer neuen Farbpracht gefärbt: Schwarzblau.

Dazu muss man natürlich wissen, dass meine natürliche Haarfarbe blond (Straßenköterblond) ist und außerdem unnatürliche Haarfarben generell bei der Bundeswehr verboten sind. Seit Montag Nachmittag nun fragen mich ständig irgendwelche Leute, warum ich denn meine Haare blau bzw. schwarz gefärbt habe, ich sei kein dunkler Typ.

Ich mache mir im Moment allerdings um andere Probleme Gedanken, vor allem um das Ehrlichkeitskonzept (oder sollte es "Un-" heißen?) dieser Menschheit. Das Problem beschäftigt mich schon sehr lange und vor allem immer wieder. Leider ist es auch überall anzutreffen und wird, wie in meinem aktuellen Auslöser, nur allzu oft mit persönlichen Freiheiten gekoppelt.

Warum blaue Haare?

Ich möchte hier lieber fragen: Warum darf ich nicht die Wahrheit sagen? Warum will niemand hören, was ich wirklich denke? Warum hat sich das Konzept, durch Unehrlichkeit ans Ziel zu kommen, so etablieren können? Warum werden Menschen doch eigentlich zur Ehrlichkeit erzogen? Und: Was tun Eltern ihren Kindern an, wenn sie ihnen tatsächlich beibringen, ehrlich zu sein?

Diese Welt ist daran gewöhnt, immer genau das zu bekommen, was sie verlangt. Das macht es einfach und bequem, den Tagesablauf zu gestalten. So ist es leider möglich geworden, dass man Menschen durch einfache Sätze wie "Das macht man so", "Dann ist das aber hoffentlich schon so" oder "Du musst..." zu Aktionen drängen kann, die sie eigentlich überhaupt nicht wollen.

Wenn zum Beispiel jemand aus einem bestimmten Zweck irgendwo hin fahren möchte, kann es leicht passieren, dass andere Personen Anspruch an ihm anmelden. Diesen spricht ihm unsere Moral oder wasauchimmer zu. Warum also kann sich dieser jemand nur auf zwei Arten aus der Affaire ziehen, nämlich entweder zu verschweigen, dass er kommt oder eine möglichst einfach zu akzeptierende Ausrede finden, wenn möglich mit Schuldzuweisung an andere Stellen?

Warum kann man nicht einfach sagen: "Nein, das wird nichts."? Warum würde eine ehrliche Antwort hier die komplette Beziehung zwischen den beiden auf die Probe stellen und womöglich sogar beenden?

Wohl gemerkt: Ich spreche hier nicht davon, dass ein kurzer Besuch o.ä. (wie im o.g. Beispiel) einen Menschen über seine Maßen beansprucht sondern die Dreistigkeit der Anspruch-Anmeldung an sich, die den Menschen in solche Unangenehmheiten bringt.

Das Fazit ist in diesem Fall immer dasselbe: Ehrlichkeit ist out und wird als unhöflich empfunden. Diejenigen, die allen erzählen was sie hören wollen, kommen weiter.

Warum blaue Haare? Ganz einfach: Ist so.

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Dienstag, Juni 10, 2008

Here without you...

seit Sonntag hab ich mein Schatzi jetzt schon allein in Nordrheinwestfalen zurück gelassen. Nach so vielen Wochen, Monaten und Jahren, die unsere Beziehung mittlerweile alt ist, hätte ich nicht erwartet, dass es doch noch so schwer ist, voneinander getrennt zu sein und sei es nur für eine Woche.

Was mich dabei vor allem immer wieder wundert ist, dass es mit zunehmender Entfernung auch immer schwerer wird, getrennt zu sein. Obwohl es dem Gefühl ja eigentlich egal sein müsste, ob man nun 10 Meter oder 650 Kilometer voneinander getrennt ist.

In beiden Fällen kann man den Partner nicht fühlen, riechen, berühren oder bei ihm sein. Man ist getrennt. Und doch ist der Unterschied so gewaltig. Ich finde auch, dass man dieses Gefühl überhaupt nicht beschreiben kann. Es fühlt sich an, als ob man sich gerade selbst ein lebenswichtiges Organ herausreißen würde. Man hat das Gefühl, dass es einfach nicht richtig sein kann, egal was man tut. Alles in einem drängt einen dazu, sich in das nächstbeste, schnellste Transportmittel zu setzen und der Trennung ein Ende zu bereiten.

Manchmal hält man es aus, manchmal bricht man innerlich ein klein wenig zusammen. Manchmal fängt man sich nach 5 Minuten wieder, manchmal dauert es Stunden oder sogar Tage. Manchmal hilft laute Musik, meistens aber nur ein guter Freund, der einen beschäftigt und auf Trab hält.

Jedesmal kann man den Augenblick, an dem die Trennung endlich vorüber ist, kaum noch erwarten.

Doch trotz allem ist der Punkt des Abschieds der Zeitpunkt im Leben, an dem man die Liebe zu seinem Partner wirklich spüren kann, wo sie beinahe greifbar wird. Jede Träne ein kleiner Liebesbeweis...


Schatzi, ICH LIEBE DICH! FÜR IMMER!

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